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Hausarbeiten der Teilnehmer


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27.12.2015

Hier und Dort - Traumpfade und Hagazussa

Im sogenannten realen Leben bewegen wir uns nach Vorgaben, die wir angeblich mit klarem Verstand und guten Begründungen treffen. Trotzdem müssen wir immer wieder erfahren, dass unser Gegenüber uns völlig falsch versteht, die gut gemeinte Absicht nicht erkennt und uns ratlos macht.
Was ist da passiert?
Wir rationalen Menschen des 21.Jahrhunderts haben doch schon alles analysiert und
gelernt. Wir wissen doch wohin wir gehen müssen, um ein erfülltes und erfolgreiches, ja glückliches Leben zu führen!
Oder gibt es da doch einige Unklarheiten? Gibt es Situationen, in denen wir unserem
Gegenüber, sei es Partner, Kind oder Arbeitskollege, der Vorgesetzte mit unseren
rationalen, gut begründeten Argumenten nicht erreichen können?
Wir bewegen uns auf unsicherem Terrain ohne es zu wissen, denn
Kommunikation,miteinander reden ist mehr als Verstand und gute Absicht .
Wir haben in unserem Leben Verhaltensweisen gelernt, die uns scheinbar ein
erfolgreiches Leben garantieren könnten und doch scheitern wir allzu oft in Situationen,
die doch scheinbar so gut zu beherrschen wären.
Warum?
Wir sind nicht nur die rationale Persönlichkeit, tief ins uns stecken Fähigkeiten, die wir seit Anbeginn der Kommunikation in uns tragen. Wir verwenden sie unbewusst und manchmal auch zum falschen Zeitpunkt und lesen sie in unserem Gegenüber falsch.

Wir haben verlernt sie zu lesen.

Vielleicht braucht es eine so lange Zeit abgeschiedene Bevölkerungsgruppe wie die
Aborigines Australiens sich dieser lange erworbenen Fähigkeiten bewusst zu sein.

Ihre Traumpfade und tradierten Erzählungen helfen ihnen in ihrer unwirtlichen Heimat zurecht zukommen, derjenige, der diese Traumpfade verlässt, ist verloren.
Aborigines leben ohne wirklichen Zeitbegriff Vergangenheit, das Bewusstsein ihrer Ahnen ist auch in der Gegenwart real. Nur so wissen sie, wie man lebt.

_Es ist das hier und dort. Gleichzeitig zwei Welten erfassen und in ihnen zu leben.
Wie die Hagazussa, die Zaunreiterin sich in zwei Welten bewegt._
Stellen wir uns die kleine abgeschiedene Gruppe vor, umgeben von einem Zaun gebaut aus Stämmen und Ästen,tief miteinander verwoben. Und draußen die scheinbar feindliche Welt mit wilden Tieren und Pflanzen und noch viel fremderen Wesen. Da brauchte man die Zaunreiterin, diejenige, die zwischen diesen Welten vermitteln konnte, die beide verband und damit nicht nur die greifbare sondern auch die nicht zu greifende Welt. Jeder spürt sie, doch die wenigsten können sie wirklich betreten.

Auch wir können uns diese fremde Welt nicht immer erschließen, doch es gibt Wege unser Verständnis zu schärfen, Erkennen zu lernen und uns sicherer in den beiden Welten zu bewegen.

Wir brauchen Neugierde und offene Sinne und werden lernen, dass unsere Welt nicht schwarzweiß ist!



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